29. Mai 2026

Präventionsprojekt Sucht

Das Thema Sucht stellt in unserer Gesellschaft noch immer ein großes Problem dar, denn es bedeutet für Betroffene Abhängigkeit, kriminelles Verhalten und gesundheitliche Folgen.

Doch viele Jugendliche sind nicht genug über diese Gefahren aufgeklärt.

Genau dafür gibt es seit 2011 unter der Leitung von Frau Stein dieses Präventionsprojekt.

In diesem Jahr haben sich besonders viele Menschen dafür bereit erklärt, vor den 9. Klassen unserer Schule über ihre Erfahrungen zu sprechen. In diesem Gespräch mit den Betroffenen haben die Schülerinnen und Schüler viel über die Erlebnisse von den ehemals Abhängigen und deren Therapeuten erfahren.

So hat auch die 29-jährige Shannon, die über ihre Suchtgeschichte berichtete. Mit 15 Jahren hat sie das erste Mal gekifft und regelmäßig Speed genommen, mit 16 Jahren das erste Mal Crystal Meth. Von da an konsumierte sie regelmäßig Drogen und Alkohol, um ihre Ängste zu kompensieren. Völlig am Ende hat sie im Alter von 21 Jahren einen Entzug begonnen, diesen jedoch abgebrochen. Durch ihren starken Drogenkonsum konnte Shannon wochenlang nicht schlafen oder essen und wurde schließlich obdachlos. Dann kam der Wendepunkt in ihrem Leben als sie sich entschied, eine Entgiftung zu machen und danach 6 Monate in Langzeittherapie zu gehen und schlussendlich mit Hilfe von ihrem Therapeuten Herrn Saretzki eine 1-jährige Adaption zu machen. Während dieser Adaption half Olaf Saretzki Shannon einen Job zu bekommen und wieder zurück ins Leben zu finden. Doch was ist Shannons Ansporn dran zu bleiben und auch Clean zu bleiben?  „Immer wenn ich zurück an meine Suizid Momente, die Obdachlosigkeit und meine Sucht denke, dann weiß ich genau, da hin will ich nie mehr zurück.“

Tim, Rene und Marcel, alle 3 Patienten der Suchtklinik in Serrahn, kamen mit ihrem Therapeuten Herrn Marquardt und berichteten ebenfalls aus ihrem Leben und dem Weg in ihre Sucht. Wir haben großen Respekt vor ihrer Offenheit und Ehrlichkeit, über die schlimmsten Momente ihres Lebens vor uns Jugendlichen zu erzählen.

Herr Pawlowski schaffte den Weg aus seiner Sucht und ist heute sehr engagiert in Parchim, wo er eine Selbsthilfegruppe leitet.

Frank erzählte sehr eindrucksvoll und ungeschönt über sein Leben, was gepflastert von Alkohol, Gewalt und sogar Totschlag war, wofür er über 20 Jahre im Gefängnis verbringen musste.

Aber auch er hat durch eigene Kraft und Willensstärke den Mut gefunden, ein Neuanfang zu beginnen und sich ganz stark der Prävention in den Schulen zu widmen, um uns diesen Weg zu ersparen.

Diese Veranstaltung hat alle Anwesenden aufgerüttelt und uns gezeigt, dass das Thema Sucht für Betroffene, Familien und die Gesellschaft nichts Harmloses ist, sondern gravierende Folgen hat. Das Projekt soll uns Jugendliche sensibilisieren und helfen, nicht nur für sich, sondern auch für alle Menschen in ihrem Umfeld eine suchtfreie Zukunft zu schaffen.

 

Henriette- Teamer Klasse 10

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